Juli 3, 2008

Als neuer Trainer des FC Bayern München muss Jürgen Klinsmann seine stärksten Seiten zeigen: als mitreißender Motivator und wagemutiger Reformer

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Er schätzt Pressetermine nicht sonderlich. Aber er absolviert sie höchst professionell. Und normalerweise setzt er dann auch sein bekanntes Lächeln auf, das hin und wieder zu einem Grinsen mutiert. Nur gestern Mittag schaute Jürgen Klinsmann etwas verdutzt drein. Denn noch bevor er im Presseraum der Münchner Allianz-Arena mit seinen Ausführungen begann, hatten die Fotografen aus Protest geschlossen den Raum verlassen. Sie waren verärgert, weil es hieß, sie dürfen nur drei Minuten fotografieren, um mit ihrem Blitzlichtgewitter nicht zu stören. Klinsmann sprach also, während draußen die Kameras wieder verstaut wurden.

Seit Montag ist Klinsmann (43) Angestellter des FC Bayern München, des größten und populärsten Fußballvereins Deutschlands. Titel soll er holen, der neue Trainer. Der Mannschaft eine offensive Spielphilosophie geben und sie in den kommenden Jahren sukzessive zurück an die europäische Spitze führen.

So in etwa stellen sie sich das vor beim deutschen Rekordmeister. Klinsmann ist die Hoffnung auf bessere Zeiten. Ob sie kommen, muss sich erst zeigen, denn dass der schwäbische Dickkopf nun federführend ist für die Ausrichtung des Teams, ist auch ein Wagnis des FC Bayern.

Vielleicht wirkt der Neue, der am 11. Januar erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, deshalb von Anfang an besonders engagiert. Selbst wenn es sich dabei nur um Kleinigkeiten handelt. Statt vor der Kabine parken die Stars des FC Bayern künftig in einer Tiefgarage. Vor der Tür stehen zwei Tischtennisplatten und Rattan-Gartenmöbel, die dank eines Sonnensegels im Schatten stehen. Auf dem Dach des Kabinentrakts ist eine Lounge errichtet, die vier Buddha-Figuren aus weißem Stein zieren. Im Buddhismus, heißt es, soll man aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit des Geistes erreichen. “Wir werden”, hat Klinsmann bei seiner Präsentation am 11. Januar gesagt, “ein Energiefeld aufbauen, das den Spielern viel Spaß machen wird.”

Spaß bei der Arbeit - mit einem Trainer, der zu jener Generation zählt, für die Erfolg planbar ist. Der schon ein Konzept dafür in der Schublade hatte, wie man einen Verein an die europäische Spitze führen kann, noch bevor ihn die Bayern im Dezember 2007 erstmals kontaktierten. Er musste es nur noch auf den FC Bayern umschreiben.

Klinsmann, der Planer. Als er im Sommer 2004 das Amt des Bundestrainers übernahm, wollte er nicht nur mit der deutschen Mannschaft Weltmeister werden. Er wollte auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB), den mit 6,5 Mitgliedern weltweit größten Fachverband, verändern. “Im Prinzip”, sagte Klinsmann damals, “muss man den ganzen Laden auseinandernehmen.”

Er warf ein paar Leute raus und ersetzte sie durch Vertraute, machte Oliver Bierhoff zum Manager der Nationalmannschaft sowie Joachim Löw zum Assistenztrainer. Er wagte einen ersten Tabubruch, indem er nicht einen Deutschen zum Chefscout machte, sondern einen Schweizer. Er engagierte einen Fitnesstrainer aus den USA, dessen Arbeit bald verspottet wurde, weil er die Spieler im Training mit grünen Gummibändern die Koordination üben ließ. Den Spielern aber hat das Spaß gemacht, zumal auch sie fanden, dass neue Ideen längst überfällig waren. Ganz zu schweigen davon, dass sie unter Klinsmann endlich nicht mehr mit den Delegierten des Verbandes gemeinsam essen mussten.

Der DFB trug all diese Änderungen mit. Klinsmann hatte die Nationalelf mehr und mehr zu einer eigenen Welt innerhalb des DFB gemacht. Er schuf Unabhängigkeit, löste seine Welt von den langsamen Strukturen. Und formte ein Team, das trotz aller Rückschläge und heftiger Kritik im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 am Ende ein ganzes Land elektrisierte.

Die Mannschaft verdeutlichte, was passieren kann, wenn einer das tut, was die Politik immer nur fordert: Jürgen Klinsmann hat einen Ruck durchs Land gehen lassen und mit dem Mut zum Tabubruch reformiert. Das Land hat sich liebend gern - wie auch unter seinem Nachfolger Joachim Löw in den vergangenen drei Wochen wieder - mitreißen lassen von einer Mannschaft, die versucht hat, ihre Mängel nicht zu verwalten, sondern mit Einsatz und Willen zu beheben. Jürgen Klinsmann stand für das Neue, für eine Generation, die etwas wagt. Selbst Politiker hatten ihre Freude an ihm und zählten plötzlich zu seinen Schulterklopfern. Die Bundeskanzlerin ist mittlerweile ein großer Fan von ihm, beide pflegen einen guten Kontakt.

Nur einer war damals nach der WM in Deutschland nicht zufrieden: Klinsmann. Auf Platz drei zu landen bedeutet, dass zwei andere Mannschaften besser sind. Und so etwas mag der erfolgshungrige Schwabe nicht. Als neuer Trainer des FC Bayern München hat er aber vielleicht noch mehr zu verlieren als zuvor. Möglicherweise muss er diesmal das Schicksal noch mehr bezwingen. Denn wie kaum ein anderer kennt er die Risiken und Nebenwirkungen seiner neuen Aufgabe.

Klinsmann weiß, dass er jetzt einen Job machen muss, den er vorher noch nie gemacht hat. Aber einen wie ihn reizt genau das. Es stört ihn nicht, dass er noch nie einen Verein trainiert hat. Er liebt die Herausforderung. Und die, die ihn engagieren, seinen Tatendrang. Wenn man ihn denn lässt. Ihn, der in seinem Leben immer eigene Wege gegangen ist, schon immer wiss- und lernbegierig war und neue Erfahrungen suchte. Der nach dem Ende seiner Karriere 1998 mit seiner Familie in die USA zog und sich dort der Marketingfirma Soccer Solutions anschloss, die ihm “völlig neue Sichtweisen” eröffnete. Der geprägt ist von seinem vor drei Jahren gestorbenen Vater, einem ehemaligen Bäckermeister, der Klinsmann nicht nur das Backen lehrte, sondern auch das Leben.

Schon als Profi führte Klinsmann eine äußerst ertragreiche Ich-AG. Ob beim VfB Stuttgart, bei Inter Mailand, AS Monaco, Tottenham Hotspur, Bayern München oder Sampdoria Genua - der Italienisch, Englisch und Spanisch sprechende Weltbürger kannte immer seinen Marktwert und ließ sich sogar Stammplatzgarantien in seine Verträge schreiben. “Gegen ihn kann man keinen Krieg gewinnen”, hat einmal der frühere Bundestrainer Berti Vogts über den 108-maligen deutschen Nationalspieler gesagt. Und der Präsident von Tottenham, den er nach nur einem Jahr trotz einer erfolgreichen Saison verließ, meinte hernach, dass er nicht einmal sein Auto mit einem Trikot von Klinsmann waschen würde.

Worte wie diese registriert Klinsmann natürlich. Beeindrucken lässt er sich davon nicht. Und deshalb hat es auch einen gewissen Charme, dass die Verantwortlichen des FC Bayern die Strukturen ihres Vereins nun von einem Mann mitbestimmen lassen, von dem sie sich einst mit einem leidenschaftlichen “nie wieder” getrennt haben und dem sie in seiner Zeit als Bundestrainer das eine oder andere böse Wort hinterherriefen. Sei es, weil Klinsmann die Bundesliga als Bundestrainer mit Aussagen über veraltete Trainingsmethoden und mangelnde Bereitschaft zur Innovation provozierte oder aber, weil er ständig zwischen Deutschland und seiner Wahlheimat USA pendelte. “Der soll hierherkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen”, rief ihm Uli Hoeneß, der Manager, einmal hinterher.

Nun also arbeitet Klinsmann in München. Es ist ein Versuch für das Aushängeschild des deutschen Fußballs. Die Bayern sind ab sofort ein Traditionsprojekt, und so erwarten Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge von Klinsmann auch, dass er den FC Bayern unter Beibehaltung alter Werte in einen modernen Sportbetrieb umrüstet. Und das stellt er sich offensichtlich so vor wie zu seiner Zeit als Bundestrainer. Als er am Montag erstmals zum Training bat, standen zwölf Spieler auf dem Platz - und acht Betreuer. Darunter Spezialisten aus Brasilien, den USA und Kanada. Jürgen Klinsmann ist bereit für seine neue Aufgabe. “Wir müssen alle Rituale und Gewohnheiten hinterfragen. Und zwar andauernd - nicht nur im Fußball”, lautet sein Credo, “das ist doch nichts Schlimmes. Reform ist kein Prozess, der in Episoden stattfindet. Das Reformieren muss zu einem permanenten Zustand werden.”

Dazu gehört in München wohl auch die Medienarbeit. Nur sollte es gerade dabei nicht ständig zu einem Eklat kommen.

Juni 9, 2008

Bayern angeblich mit Hleb und Gomez einig

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München - Wenn das stimmt, ist es ein absoluter Hammer. Nach Informationen der Münchner “tz” wechselt Alexander Hleb vom FC Arsenal zum FC Bayern München. Und auch Mario Gomez soll schon im Anmarsch sein.

Seit Wochen gibt es Spekulationen um die Zukunft von Hleb. Inter Mailand, Real Madrid und der FC Barcelona sollen am Weißrussen dran gewesen sein, nun haben angeblich die Bayern das Rennen gewonnen.

Neben

Hleb soll auch Gomez in der nächsten Saison das Bayern-Trikot tragen. Der Nationalstürmer soll laut “tz” bereits einen Vorvertrag unterschrieben haben. Bislang war man davon ausgegangen, dass Gomez nach einer starken EM den VfB Stuttgart zwar wohl verlassen, aber dann ins Ausland gehen würde.

Hleb neben Franck Ribery im Mittelfeld - ein Angriff um Luca Toni, Miroslav Klose, Lukas

Podolski und Gomez: Jürgen Klinsmann hätte das beste Stürmer-Aufgebot bei den Bayern aller Zeiten zur Verfügung.

Mai 9, 2008

Bayern leiht Görlitz ein weiteres Jahr an KSC aus

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Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat Andreas Görlitz für ein weiteres Jahr an den Karlsruher SC ausgeliehen. Das teilten die Münchner mit.

Der 26 Jahre alte Rechtsverteidiger war zu Beginn dieser Saison auf Leihbasis zum KSC gewechselt und hat bisher 31 Bundesligaspiele für den Aufsteiger bestritten. Die Karlsruher bestätigten den Verbleib von Görlitz, der beim Rekordmeister noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 hat, am Freitag zunächst  nicht. «Über vertragliche Inhalte wurde wie immer Stillschweigen vereinbart», teilten die Münchner zudem mit.

Durch die Entscheidung des FC Bayern, den zweimaligen Nationalspieler Görlitz ein weiteres Jahr beim KSC spielen zu lassen, lichtet sich das Überangebot auf der Position des rechten Verteidigers. Dort könnten Christian Lell, Philipp Lahm oder Willy Sagnol spielen, wenngleich bei Sagnol trotz Vertrags bis 2010 wiederholt über einen Wechsel spekuliert wurde.

Görlitz war im Herbst 2004 zum Nationalspieler aufgestiegen. Der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann und künftige Bayern-Coach weilte in dieser Woche in München, um die Planungen beim FC Bayern für die neue Saison voranzutreiben.

Sein DFB-Auswahl-Schützling von einst wurde in der Vergangenheit wiederholt von langwierigen Knieverletzung mit mehreren Operationen zurückgeworfen. Beim KSC aber reifte er wieder zum Leistungsträger und weckte auch das Interesse anderer Clubs. So soll auch Borussia Dortmund am ehemaligen Spieler des TSV 1860 München interessiert gewesen sein.

März 5, 2008

Bayern ohne Lucio nach Anderlecht

Abgelegt unter: Aktuelles — admin @ 8:44 am

lucio.jpgOhne Abwehrchef Lucio reist der deutsche Fußball- Rekordmeister Bayern München zum UEFA-Cup-Achtelfinal-Hinspiel beim RSC Anderlecht.

Der brasilianische Innenverteidiger bleibt wegen Adduktorenproblemen zu Hause und bekommt nach den Belastungen in den vergangenen Wochen eine Erholungspause. Beim Bundesliga-Heimspiel gegen den Karlsruher SC soll Lucio aber wieder an Bord des Kaders sein. Welche Spieler wegen des großen Angebots im Team außerdem pausieren müssen, wird Trainer Ottmar Hitzfeld wohl erst am Mittwoch am Flughafen bei der Abreise nach Belgien bekanntgeben.

Für das Hinspiel wies Mittelfeldspieler Zè Roberto noch einmal auf die hohen Ansprüche seiner Mannschaft hin. «Unser Ziel ist das Finale. Wir werden versuchen ein gutes Spiel zu machen und drei Punkte zu holen», sagte der Brasilianer. Nach dem 1:0-Erfolg bei Schalke 04 in der Bundesliga ist auch die Zuversicht für den nächsten Auftritt in Europa groß. «Wir haben uns Selbstvertrauen geholt in Schalke.» Das Rückspiel gegen den 29- maligen belgischen Champion wird am 12. März um 20.45 Uhr in der Allianz Arena angepfiffen.

Februar 25, 2008

Gelb-rot für van Bommel

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bommel.jpgKeine der beiden Mannschaften wollte sich mit dem Remis zufrieden geben. Das Spiel wurde spannender, je länger es dauerte. Allerdings auch hektischer: Die Bayern berannten das Tor des HSV eher kopflos, denn planvoll. In der zweiten Minute der Nachspielzeit flog Bayerns Mark van Bommel mit Gelb-rot vom Platz, da er eine Entscheidung des Schiedsrichters gegen die Münchner beklatschte.

Diese Aktion könnte dem Holländer teuer zu stehen kommen, denn Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld kündigt eine Geldstrafe an. Nicht nur dewegen war Hitzfeld am Ende genervt: “Wir hatten den HSV fest im Griff. Das Tor haben wir dem Gegner geschenkt, deshalb mussten wir am Ende fast noch zufrieden sein.”

Bayern verpassen den Big Point

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fcb.jpgGroße Aufregung, und dann blieb doch alles beim Alten. Im Bundesliga-Topspiel Bayern München - Hamburger SV taten beide alles für den Sieg, am Ende trennte man sich mit einem gerechten 1:1. So lief’s auch am Tabellen-Ende: “Club” - Cottbus 1:1.

Die Bayern und der HSV lieferten sich in München einen offenen Schlagabtausch. Der Spitzenreiter gab dabei den Ton an, hatte auch die Mehrzahl an Torchancen, jedoch blieben die gut sortierten und taktischen cleveren Hamburg stets gefährlich. Ivica Olic brachte den HSV denn auch in Führung (59. Minute), doch die Münchner schlugen durch Ze Roberto sechs Minuten später eiskalt zurück.

FC Bayern - Hamburger SV 1:1 (0:0)

FC Bayern: Kahn - Lahm, Lucio, Van Buyten, Jansen - Altintop, Van Bommel, Zé Roberto, Schweinsteiger (60. Ribéry) - Klose (74. Podolski), Toni
Ersatz: Dreher, Jansen, Ottl, Sosa, Kroos
Hamburger SV: Rost - Demel, Reinhardt, Mathijsen, Benjamin - De Jong - Jarolim (82. Boateng), Kompany, Trochowski, Olic (78. Van der Vaart) - Guerrero (86. Zidan)
Schiedsrichter: Lutz Wagner (Hofheim)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Lucio (60.), 1:1 Zé Roberto (66.)
Gelbe Karten: Lell / Jarolim, Kompany, Van der Vaart, Boateng
Gelbrote Karten: Van Bommel (90.)

Februar 22, 2008

FC Bayern München versenkt Aberdeen: Schützenfest im Uefa-Cup

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uefacup.jpgDas Starensemble des FC Bayern München hat sich im Rückspiel mit einem klaren 5:1 (2:0) Kantersieg gegen den schottischen Vertreter FC Aberdeen das Weiterkommen im Uefa-Cup gesichert. Damit tanzt der deutsche Rekordmeister auch weiterhin auf drei Hochzeiten, und ist dem lange ersehnten Erfolg auf internationaler Ebene ein gutes Stück näher gekommen.

Bereits zur Halbzeit war das Spiel so gut wie entschieden. Die beiden Innenverteidiger Lucio (12. Minute) und Daniel van Buyten (36. Minute) brachten die Bayern im ersten Durchgang auf die Siegerstraße, ehe Lukas Podolski (71. und 77. Minute) mit einem Doppelpack die Münchner uneinholbar in Führung brachte. Nach dem Ehrentreffer für die Gäste aus Schottland durch den eingewechselten Stephen Lonell in der 83. Minute stellte Mark van Bommel nur zwei Minuten später den überaus verdienten Endstand her.

Bayern schont Stammkräfte

Nach der harten Belastung der letzten Wochen und dem Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen den Hamburger SV schonte Bayern Trainer Ottmar Hitzfeld einige Stammkräfte. So ersetzte Marcell Jansen den zuletzt formschwachen Philipp Lahm auf der linken Außenbahn. Zudem lief Toni Kroos für den leicht angeschlagenen Bastian Schweinsteiger auf, sowie Andreas Ottl für Zè Roberto. Auch Lukas Podolski kam über 90 Minuten zum Einsatz. Dafür saß zunächst Miroslav Klose nur auf der Bank.

Doch trotz der ungewohnten Mannschaft nahmen die Bayern von Beginn an das Zepter in die Hand. Bereits in der zweiten Minute kamen die Münchner zu ihrer ersten Großchance: Nach einer Brust-Vorlage von Luca Toni nahm dessen Sturmkollege Podolski den Ball Volley, setzte jedoch seinen satten Schuss von der Strafraumgrenze nur an die Latte. Auch die zweite Chance des Spiels in der 8. Minute hatte der Ex-Kölner, doch diesmal parierte Aberdeen-Keeper James Langfield in letzter Sekunde glänzend.

Verteidiger legen vor

Nur kurze Zeit später rappelte es schließlich doch im Tor des schottischen Gäste. In der 12. Minute hämmerte Innenverteidiger Lucio einen wuchtigen Freistoß aus knapp 20 Metern direkt unter die Latte der Gäste. In der Folge entwickelte sich ein wahrer Sturmlauf der Münchner. So hatte Hamit Altintop nur wenige Minuten später nach einem gelungenen Steilpass von Podolski das 2:0 auf dem Fuß, verzog allerdings knapp.

Bis dato war wenig von den `Dons` aus Aberdeen zu sehen, doch in der 24. Minute fiel aus heiterem Himmel beinahe der Ausgleich. Nach einem krassen Stellungsfehler von Daniel van Buyten lief Darren Mackie frei auf Kahn zu, zog den folgenden Schuss allerdings knapp am Tor vorbei. Nur zwölf Minuten später machte van Buyten seinen Fehler allerdings wieder gut: Nach einem passgenauen Freistoß von Kroos sprang der Belgier am Höchsten und köpfte zum verdienten 2:0 ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Bayern sogar das 3:0 auf dem Fuß, doch Lucio traf statt in das leere Gäste-Tor nur den Pfosten.

Prinz Poldi macht alles klar

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine einseitige Partie. Die Bayern stürmten, Aberdeen war mit dem schnellen Spiel der Münchner überfordert. Nachdem sich Podolski den Ball selbst an der Seitenlinie erkämpft hatte, scheiterte der für Toni eingewechselte Klose zunächst noch an Langfield. Doch den folgenden Abpraller versenkte Poldi in der 71. Minute eiskalt zum 3:0. Nur sechs Minuten später traf Podolski, der eine durchweg starke Leistung zeigte, per Kopf zum 4:0, und schnürte damit, wie schon gegen die Bolton Wonderers, seinen zweiten Doppelpack im laufenden Uefa-Cup-Wettbewerb.

In der 83. Minute erzielten die immer noch kämpfenden Schotten ihren einzigen Treffer des Abends. Der eingewechselte Stephen Lonell hatte einen Stellungsfehler der Bayern-Abwehr genutzt und per Kopf kurzzeitig zum 1:4 verkürzt, ehe Mark van Bommel mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze in der 85. Minute den für die Bayern hoch verdienten 5:1-Endstand herstellte. Damit endete eine einseitige Partie, in der die Münchner ihrer klaren Favoritenrolle mehr als gerecht wurden.

Im Achtelfinle wartet Anderlecht

Dementsprechend erfreut zeigte sich Bayern-General Hitzfeld nach dem Schlusspfiff: „Ich bin im Großen und Ganzen mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden.” Dennoch wird der Uefa-Cup keineswegs zum Selbstläufer: „Wir hatten eine Phase in der ersten Halbzeit, als wir 1:0 führten und dem Gegner eine klare Torchance ermöglichten. Das darf uns nicht passieren, denn ein besserer Gegner bestraft solche Nachlässigkeiten sofort”, warnt Hitzfeld vor der nächsten Runde.

Im Achtelfinale in vierzehn Tagen wartet mit dem RSC Anderlecht schließlich auch eine schwere Aufgabe auf den Rekordmeister aus München. Die Belgier bezwangen den französischen Vertreter Girondins Bordeaux nach hartem Kampf zwar nur knapp - nach einem 1:0 im Hinspiel reichte Anderlecht ein 1:1-Unentschieden im Rückspiel - doch der RSC ist auf internationalem Parkett wesentlich bekannter als die bisherigen no-name Gegner der Bayern.

Februar 21, 2008

Hitzfeld unterschreibt für zwei Jahre

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hitz.jpg Ottmar Hitzfeld hat in München einen Zweijahresvertrag als Trainer der Schweizer Fussball-Auswahl unterschrieben. Der FC-Bayern-Coach wird das neue Amt nach der Euro am 1. Juli antreten. Hitzfeld verlässt Ende Saison die Bayern, die er von 1998 bis 2004 sowie nach einer Pause seit Februar 2007 betreut hat.

 

Nach ersten sondierenden Gesprächen im Dezember und der mündlichen Einigung in wesentlichen Punkten am 3. Februar in Holziken machten SFV-Präsident Ralph Zloczower, Generalsekretär Peter Gilliéron und Ernst Lämmli, der Delegierte für die Nationalmannschaft, am Dienstag in München Nägel mit Köpfen und unterzeichneten mit Ottmar Hitzfeld das entsprechende Vertragswerk.

Das Komitee der Swiss Football League (SFL) und der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) sind damit dem Vorschlag des vorberatenden Wahlgremiums um Lämmli und SFL-Präsident Peter Stadelmann gefolgt und sprachen sich einstimmig für ein Engagement des Lörrachers aus.

Eine schillernde Persönlichkeit

Mit Ottmar Hitzfeld hat der SFV eine schillernde Persönlichkeit der internationalen Trainer-Szene engagiert. Via Zug und Aarau (Cup-Sieg 1985) startete der frühere Nationalliga- und Bundesliga-Stürmer im GC durch. Nach je zwei Titeln und Cup-Siegen mit den Grasshoppers arbeitete der gelernte Mathematiker von 1991 bis 1997 in Dortmund; er führte die Borussia 1997 zum Triumph in der Champions League.

In zwei Etappen (und sieben Trainerjahren) bei Bayern München gewann er elf Trophäen – 2001 zum zweiten Mal die Champions League. Mit beiden Mannschaften gewann Hitzfeld, der seine Trainerdiplome allesamt in der Schweiz erwarb, auch den Weltcup und wurde 1997 sowie 2001 Welttrainer des Jahres. Insgesamt hat er als Trainer bis anhin 22 Titel gewonnen, im Sommer könnten mit dem FC Bayern noch weitere folgen.

Auch als TV-Experte bei Premiere tätig

Ottmar Hitzfelds erste grosse Herausforderung als Nachfolger von Köbi Kuhn, dem bisher erfolgreichsten Schweizer Nationaltrainer, wird die Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 in Südafrika sein. Bereits im September stehen die ersten Ausscheidungsspiele in Israel (6. 9.) und gegen Luxemburg (10. 9.) an. Weitere Gegner sind Griechenland, Lettland und Moldawien.

Bayern-Showdown gegen Nobodies

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Nach dem 2:2 im Hinspiel steht Bayern München am Donnerstag im Heimspiel gegen Aberdeen unerwartet unter Druck. Am Münchner Sieg zweifelt zwar niemand - doch die Bayern treten nicht in Bestbesetzung an.

Wer hätte gedacht, dass Jamie Langfield, Alex Diamond, Barry Nicholson und Co. gegen die übermächtigen Bayern ein Unentschieden erkämpfen würden? Wohl keiner - auch nicht der deutsche Rekordmeister selbst. Und so kommt es am Donnerstag zum Rückspiel mit mehr Brisanz, als der Hitzfeld-Truppe lieb ist. Gegen Aberdeen muss ein Heimsieg her, um ganz sicher den Aufstieg ins Achtelfinale zu erreichen.

Ribery fehlt
Zwar sind die Münchner auch diesmal haushoher Favorit, doch mit Franck Ribery fehlt ihnen wie schon vor einer Woche der wichtigste Spieler. Der französische Spielmacher laboriert noch immer an einem Muskelfaserriss, auch Bastian Schweinsteiger könnte wegen einer Leistenzerrung noch ausfallen. Torwart-Titan Oliver Kahn ist dagegen wieder fit.

“Wir sind Favorit gegen Aberdeen und wollen das Finale erreichen”, stellte Ottmar Hitzfeld am Mittwoch klar. Dass der scheidende Bayern-Coach - Hitzfeld wechselt nach der Saison ja als Teamchef in die Schweiz - nicht mehr mit vollem Einsatz dabei ist, wollte er jedenfalls nicht durchgehen lassen: “Ich freue mich auf viele Ernstkämpfe. Es geht Schlag auf Schlag.”

Wie einst 1983?
Damit es nicht bereits am Donnerstag bitterernst wird, brauchen die Bayern auch wieder Tore von Luca Toni. Der Italo-Bomber netzte am vergangenen Wochenende in der Liga gegen Hannover gleich drei Mal. Klappt es in der Offensive nicht nach Wunsch, droht sogar ein ähnliches Schicksal wie 1983. Damals schmiss Aberdeen die Bayern im Viertelfinale des Cupsieger-Bewerbs raus und feierte später sogar den Titel.

Februar 14, 2008

FC Bayern München gegen FC Aberdeen ohne Oliver Kahn

Abgelegt unter: Aktuelles — admin @ 12:51 pm

kahn.jpgAm Donnerstag spielt der FC Bayern München im Sechzehntelfinale des UEFA-Pokals gegen den FC Aberdeen. Der deutsche Rekordmeister ist inzwischen auch in Richtung Schottland abgeflogen. Beim Hinflug wurde Torwart-Titan Oliver Kahn Opfer eines Grippeanfalls mit Fieber und Schüttelfrost und trat direkt nach der Landung den Rückflug nach München an. Oliver Kahn wird dem FC Bayern München gegen den FC Aberdeen damit definitiv nicht zur Verfügung stehen. Im Tor wird am Donnerstag dann Michael Rensing stehen, wenn er das Abschlusstraining übersteht. Der Ersatztorhüter bei Bayern München litt zuletzt an Rückenproblemen. Sollte auch Rensing ausfallen käme die Stunde von Bernd Dreher, der dann zum ersten Mal im Europapokal zwischen den Torpfosten stehen würde.

Oliver Kahn ist aber nicht der einzige Ausfall den Trainer Ottmar Hitzfeld verkraften muss. Es fehlen Franck Ribery (Oberschenkelverletzung), Mark van Bommel (Prellung am Knie) sowie Daniel van Buyten (Nachwirkungen einer Grippe) und Willy Sagnol (Schonung).
Das Spiel FC Aberdeen gegen FC Bayern München wird am Donnerstag um 19 Uhr angepfiffen. Pro 7 zeigt die Partie des Bundesligaspitzenreiters live.